"Schloss-
Altenstein"
GPS= N 050°50.079'
- E 010°20.960'
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Schloss und Park Altenstein
Ein beliebtes Ziel für Spaziergänger ist das in der Nähe
gelegene, jetzt zu Bad Liebenstein gehörende, Schloss Altenstein mit
seinem romantischen Landschaftspark.
Entstanden ist der Altenstein als Sicherung der fränkischen Eroberungen
wohl in der Zeit nach 531. Als in der Nähe der Burg eine weitere, die
Neuenburg, um 1150 erbaut wurde, blieb dem "Stein" der Name
Alter Stein. Nach 1353 war Altenstein Sitz des Vogtes der Thüringer
Landgrafen, 1492 wurde die Familie Hund von Wenkheim mit Altenstein
belehnt.
Burghard Hund war an der "Entführung" Luthers am 4. Mai 1521
auf die Wartburg beteiligt. Die Gefangennahme des Reformators geschah
unweit des Altensteins.
Als die Neuenburg 1554 zerstört und der Altenstein schwer unter
Mitleidenschaft gezogen wurde, ließ Burkhard Hund anstelle der Burg
einen Schlossbau errichten. Das Schloss wurde, inzwischen im Besitz des
Herzoghauses Sachsen-Meiningen, 1733 ein Raub der Flammen. Bereits
1736/37 wurde ein neues Schloss errichtet, 1779 baulich verändert und
besonders nach Anlage des Parks (1798 - 1803) als Sommerresidenz von den
Meininger Herzögen genutzt.
1888 wurde das Schloss erneut umgebaut. Nachdem es seit 1946 als
Handwerkererholungsheim genutzt worden war, brannte es 1982 völlig aus
und wird gegenwärtig wieder aufgebaut und rekonstruiert. Der
Altensteiner Park, ein den Schlossbau umgebendes etwa 112 ha großes Gelände,
wurde in den Jahren 1798 - 1803 als romantischer Landschaftspark
gestaltet. Wichtige Elemente der Parkgestaltung waren u.a. ein aus Fels
gemeißelter Blumenkorb in Sarkophagform, ein Chinesisches Häuschen,
eine Windharfe, die Teufelsbrücke (Kettenbrücke) und - noch heute
erhalten - der künstlich angelegte Luisenthaler Wasserfall mit
Schweizer Sennhütte sowie eine neugotische Ritterkapelle.
Zunächst unter der Leitung von Hermann Fürst von Pückler-Muskau (1785
- 1871), weitergeführt von seinem Meisterschüler Eduard Petzold, wurde
der Park in den Jahren 1846/52 im Sinne des englischen Landschaftsparks
umgestaltet.
Seit 1981 wurde schrittweise mit der Rekonstruktion dieses Beispiels des
klassischen deutschen Landschaftsparks im südthüringischen Raum
begonnen, um die durch Pückler-Muskau und Petzold geschaffene
Parkstruktur wieder herzustellen.
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